Der Körper als Spiegel der Souveränität

Der Körper lügt nicht – aber wir lernen früh, ihn zu ignorieren. Ein Essay darüber, warum innere Führung immer zuerst körperlich sichtbar wird.
Definition: Psychologische bzw. verhaltenswissenschaftliche Fähigkeit, das eigene Verhalten, die eigenen Emotionen oder Bewertungen zielgerichtet im Hinblick auf einen bereits vorausgesetzten, feststehenden Bezugspunkt (etwa ein Ziel, eine Norm oder ein Werturteil) zu steuern – etwa Impulskontrolle oder Emotionsregulation im Alltag.
Quelle/Zuordnung: Psychologie und Verhaltenswissenschaft; ein in der Selbstregulationsforschung (u. a. Selbstkontrolle, Volition) etablierter und breit erforschter Begriff.
Bezug zum Souveränitätskontext: Abgrenzung im Beitrag: Selbstregulation setzt einen stabilen Bezugspunkt bereits als gegeben voraus und fragt nur, wie das Verhalten an diesen Bezugspunkt angepasst wird. Souveränität dagegen betrifft die strukturelle Integrität des Bezugspunkts selbst – die Frage, ob dieser Maßstab überhaupt stabil bleibt oder unter Druck unbemerkt erodiert. Gute Selbstregulation kann daher auch im Dienst eines bereits erodierten, fremdbestimmten Maßstabs stehen.
Aus dem Begriffsglossar zum Vortrag „Nachhaltiges Wachstum als umkämpfte Ordnungskategorie“ (Robert Rossberger, Markus Grottke; XIII. Tagung für Praktische Philosophie, Passau, 24.–25.9.2026).

Der Körper lügt nicht – aber wir lernen früh, ihn zu ignorieren. Ein Essay darüber, warum innere Führung immer zuerst körperlich sichtbar wird.

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