Globalisierung und Deglobalisierung: Cui bono?

AKAD Forum 2016 – De-Globalisierung: Risiko oder Rettung? Ökonomische, kulturelle und technologische Perspektiven

Abstrakt Beitrag

Die Frage „De-Globalisierung: Risiko oder Rettung?“ ist nicht einfach zu beantworten und bedarf der Differenzierung. Ebenso wie es Globalisierungsgewinner und Globalisierungsverlierer gibt, stellt natürlich auch die De-Globalisierung je nach untersuchter Aggregationsstufe (Land, Branche, Organisation, Individuum) oder Gruppierung (Organisation, soziale Schichte, einzelnes Individuum) entweder einen Vorteil oder ein Problem, und damit auch eine Chance oder ein Risiko, dar.

Um sich dieser Fragestellung auf strukturierte Weise anzunähern und um relevante Zusammenhänge zu erkennen und aufzuzeigen werden in diesem Beitrag nationale, organisationale und individuelle Perspektiven aus verschiedenen Blickwinkeln unter Einbeziehung relevanter Erklärungsansätze- und Modelle betrachtet. Je nach analysiertem Aggregationsniveau wird dabei unter anderem auf Theorien der Sozialpsychologie, des internationalen und des interkulturellen Managements zurückgegriffen um mögliche Wirkungsmechanismen und Implikationen zu erklären und zu verdeutlichen.

Über die Konferenz

„Mit Ihrem diesjährigen Leitthema hat die AKAD University ein sehr aktuelles und politisch sehr relevantes Thema aufgegriffen, herzlichen Glückwunsch. Insbesondere nach dem Brexit-Referendum und dem zunehmenden Populismus in der emotionalisierten Auseinandersetzung begrüße ich es sehr, wenn sich Wissenschaftler der AKAD University mit ihren Kollegen von anderen Hochschulen, Studenten, Alumni sowie Vertretern der Praxis und Wirtschaft sachlich und fundiert mit der aktuellen Herausforderung der Deglobalisierung auseinander setzen.“
Der Präsident des Europäischen Parlaments Dr. Martin Schulz

Der Präsident des Europäischen Parlaments Dr. Martin Schulz

Die Globalisierung wurde bislang als zentraler Treiber für weltweiten Wohlstand, Frieden und Fortschritt gesehen. Technologie, insbesondere moderne Formen internetbasierter Kommunikation, galt als einer der wichtigsten Katalysatoren der sozialen und ökonomischen Globalisierung. Westliche Werte schienen sich als „lingua franca“ der globalen Menschheit zu etablieren.
Aktuell sind nun – teils schleichende, teils sehr impulsive – Schritte zur Deglobalisierung zu beobachten. Brexit, Flüchtlinge, Terror und nationalistische Denk- und Handlungsweisen.

Grenzen werden wieder geschlossen, Zäune gebaut und Staatengemeinschaften in Frage gestellt.
Ist der bislang stetige Trend der Globalisierung zu Ende?
Geht die ökonomische Globalisierung etwa unbeeindruckt von Deglobalisierungstendenzen weiter? Und sind Tendenze zur Deglobalisierung vielmehr Rettung und weniger Risiko?
Welche ökonomischen, kulturellen und technologischen Perspektiven ergeben sich daraus?

Quellenangabe

Rossberger, R.J. (2016) Globalisierung und Deglobalisierung: Cui bono?. AKAD Forum- Stuttgart, Deutschland