National Personality Profiles and Innovation: The Role of Cultural Practices
In: Creativity and Innovation Management, 23(1), 331–348


Abstrakt Artikel
Diese Studie untersucht den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsfaktoren, kulturellen Praktiken und Innovationsfähigkeit auf nationaler Ebene. Bisher gibt es keine Studie, die diese Faktoren gleichzeitig berücksichtigt. Wir argumentieren, dass der Zusammenhang zwischen national aggregierten Persönlichkeitsfaktoren und dem Niveau nationaler Innovation durch nationale kulturelle Praktiken vermittelt wird. Unser Modell basiert auf drei Argumenten: Erstens legen sowohl die Fünf-Faktoren-Theorie als auch kulturtheoretische Ansätze nahe, dass das nationale Persönlichkeitsprofil eines Landes seine kulturellen Praktiken beeinflusst. Zweitens besagt die Person-Environment-Fit-Theorie, dass sich Persönlichkeitsfaktoren am besten in einer passenden Umwelt entfalten können. Drittens vertreten wir – im Gegensatz zur Individualebene – die Auffassung, dass kulturelle Praktiken auf nationaler Ebene nicht als Moderator, sondern als Mediator wirken.
Auf Grundlage der Triangulation von drei Datensätzen testen wir unser Modell anschließend an einer Stichprobe von N = 33 Ländern. Unsere Ergebnisse zeigen, dass innovationsrelevante nationale Persönlichkeitsprofile eng mit innovationsrelevanten nationalen kulturellen Praktiken verknüpft sind. Zudem zeigen wir, dass nationale kulturelle Praktiken den Zusammenhang zwischen nationalen Persönlichkeitsprofilen und nationaler Innovationsfähigkeit vermitteln. Zusätzlich zeigen wir, dass der kürzlich postulierte Zusammenhang zwischen national aggregierten Persönlichkeitsprofilen und nationaler Innovationsfähigkeit nahezu verschwindet, sobald nationale kulturelle Praktiken in das Modell integriert werden.
Über das Journal
Creativity and Innovation Management schließt eine wichtige Lücke in der Managementliteratur zwischen Theorie und Praxis der Organisation von Imagination und Innovation. Das Journal gibt Führungskräften Einblicke darin, wie sie Innovation in ihren Organisationen einführen und die kreative Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden gezielt fördern können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie kreatives Potenzial herausgefordert und unterstützt werden kann – und wie sich dieses anschließend in ergebnisorientierte innovative Unternehmensentwicklung überführen lässt.
Ziele und Themenbereich
Creativity and Innovation Management überbrückt die Lücke zwischen theoretischen Konzepten und praktischen Ansätzen der Organisation von Kreativität und Innovation. Zentral ist die Frage, wie kreatives Potenzial angeregt und gefördert werden kann und wie es sich in eine innovationsorientierte Geschäftsentwicklung einbetten lässt. Die Kreativität von Individuen, kombiniert mit strukturierten und gut geführten Innovationsprojekten, bildet eine stabile Grundlage für Organisationen, um in ihrem interorganisationalen und gesellschaftlichen Umfeld wirkungsvoll zu agieren. Erfolgreiches Handeln setzt heute zudem die Fähigkeit voraus, zukünftige Chancen zu antizipieren. Daher sind kulturelle Ausrichtung und inspirierende Führung ebenso entscheidend für den Erfolg einer Organisation wie effiziente Strukturen und unterstützende Rahmenbedingungen. Dies spiegelt sich in den Inhalten des Journals wider:
Führung für Kreativität und Innovation; die verhaltensbezogene Seite des Innovationsmanagements.
Organisationale Strukturen und Prozesse zur Unterstützung von Kreativität und Innovation; Verknüpfung kreativer und innovativer Prozesse.
Kreativität, Motivation, Arbeitsumfeld bzw. kreatives Klima und organisationales Verhalten; kreatives und innovatives Unternehmertum.
Gezielte Entwicklung kreativer und innovativer Fähigkeiten, einschließlich der Nutzung verschiedener Methoden wie TRIZ oder CPS.
Kreative Berufe und Persönlichkeiten; kreative Produkte; der Zusammenhang zwischen Kreativität und Humor; die Rolle von Kunst und Geisteswissenschaften für Kreativität.
Quellenangabe
Rossberger, R. J. (2014). National Personality Profiles and Innovation: The Role of Cultural Practices. Creativity and Innovation Management, 23(1), 331–348
