New Work. Quo Vadis

Konferenz & Workshop: zfwu – Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik. Universität St. Gallen & Technische Universität Dortmund.

Abstrakt Beitrag

Die Corona-Pandemie begann Anfang 2020 und entfaltet in vielen Lebensbereichen eine disruptive Wirkung. Bei allen negativen Auswirkungen erweist sich die Pandemie als stark beschleunigendes Element für die als „New Work“ bekannte Transformation der Ar-beitswelt. In einer bisher nicht dagewesenen Geschwindigkeit wurden die Möglichkeiten, die Chancen, das Potential, aber auch die Herausforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt in den Focus der breiten Öffentlichkeit katapultiert. Im Kontext dieser Entwicklungen stellt die Entscheidung für oder gegen New Work für die meisten Organisationen keine Option im Sinne einer Wahlmöglichkeit mehr dar, sondern leitet sich aus den, höchstwahrscheinlich nachhaltig veränderten Rahmenbedingungen ab. Vor diesem Hintergrund versuchen Unter-nehmen ihr Businessmodell und die Form der Zusammenarbeit zu adaptieren, meist zu digi-talisieren, oft auch zu dezentralisieren, um sich bestmöglich an die antizipierten zukünftigen Spielregeln anzupassen und dadurch für die Zukunft gut vorbereitet zu sein. Wie aber könnte diese Zukunft aussehen? Ziel dieses Beitrags ist es den Stand von Wissenschaft und Forschung in Theorie und Empirie zu eruieren, kritisch zu reflektieren und daraus begründete Schlussfolgerungen abzuleiten. Dazu betrachten wir die unterschiedlichen Aggregationsebenen: die Ebene des Individuums (Mikro), die Ebene des Unternehmens (Meso), die Ebene des Wirtschaftssystems (Makro) und die globale Ebene (Supra). Durch dieses Vorgehen erhöhen wir einerseits das Abstraktionsniveau, indem wir uns von tendenziell eher direkt erfassbareren individuellen Ebenen in Richtung höherer Aggregationsebenen (Organisation, Gesellschaft) vorarbeiten und dabei von einer eher konstruktivistisch-technomorphen zu einer mehr systemisch-evolutionär geprägten Perspektive übergehen. Konkret konzentrieren wir uns als erstes auf den Stand der Forschung zu New Work vor der Pandemie, um dann für die Bereiche Mitarbeiterführung (Leadership, Arbeitszufriedenheit, Motivation usw.), Unternehmensführung (Management, Organisationskultur usw.) und Nachhaltigkeit (ökonomisch, ökologisch und sozial) die relevante theoretische Basis als auch die aktuelle Studienlage zu einer qualitativen metaanalytischen Bestandsaufnahme des Status Quo zu integrieren. Auf dieser Basis leiten wir differenzierte und fundierte Überlegungen über die Zukunft der Arbeit nach der Pandemie ab, geben Handlungsempfehlungen, diskutieren diese kritisch und bereiten dadurch eine solide Basis für zukünftige Forschungsansätze.

Über zfwu

Die zfwu ist eine wissenschaftliche Fachzeitschrift. Durch ihre interdisziplinäre theoretische und praktische Ausrichtung an der Schnittstelle von Ökonomie und (praktischer) Philosophie stellt sie in erster Linie der Wissenschaft, aber auch interessierten Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaft, Politik sowie anderen relevanten Institutionen ein wirtschaftsethisches Diskussionsforum auf hohem Niveau zur Verfügung. Publikationssprachen sind Deutsch und Englisch.e Wohlbefinden durch die Verbindung von Unternehmensführung, Unternehmertum und nachhaltigen Praktiken der Kreislaufwirtschaft zu stärken.

Quellenangabe

Rossberger, Robert Josef; Bohlen, Wolfgang (2021): New Work. Quo Vadis. zfwu – Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik. Universität St. Gallen & Technische Universität Dortmund. Virtuell, 10.12.2021.