Assessment centers in South Africa

Konferenz: European Association of Work and Organizational Psychology, Maastricht, Niederlande.

Abstrakt Beitrag

AC-Programme verbreiten sich weiterhin in immer mehr Ländern weltweit. Eine der Herausforderungen für Organisationen, die in einem internationalen Kontext tätig sind, besteht darin, die kulturelle Variabilität von AC-Praktiken zu verstehen. Es ist sehr plausibel, dass bestimmte AC-Merkmale, die in einigen Ländern (z. B. USA, UK, Schweiz) akzeptabel und praktikabel sind, in anderen Ländern (z. B. Südafrika) nicht akzeptabel oder nicht praktikabel sind. Aus diesem Grund ist es wichtig, unser Wissen über AC-Praktiken in unterschiedlichen Ländern – wie Südafrika – zu erweitern.

In der vorliegenden Studie stellen wir ein breites Spektrum von AC-Praktiken dar, bezogen auf alle Phasen des AC-Prozesses: Analyse, Design, Durchführung und Evaluation. Wir vergleichen südafrikanische ACs mit Praktiken aus anderen Ländern und identifizieren Stärken und Schwächen der südafrikanischen AC-Praxis. Die Daten wurden über eine Online-Befragung erhoben, die von Personalmanagerinnen und Personalmanagern (HR) aus N = 43 südafrikanischen Organisationen ausgefüllt wurde. Der Fragebogen umfasste N = 62 AC-Merkmale. Die Rücklaufquote betrug 38,6 %.

Die Ergebnisse werden in den folgenden Kategorien dargestellt: (a) AC-Design, (b) Methoden der Stellenanalyse und erhobene Anforderungsmerkmale, (c) Zielgruppen und Positionen der Teilnehmenden nach dem AC, (d) Anzahl und Art der eingesetzten Übungen, (e) zusätzliche diagnostische Methoden, (f) Assessoren und Kriterien für die Zusammensetzung des Assessorenpools, (g) Beobachtungssysteme und Rotationsplan, (h) Merkmale, Inhalte und Methoden des Assessorentrainings, (i) Arten von Informationen, die den Teilnehmenden bereitgestellt werden, (j) Datenintegrationsprozess sowie Einsatz von Selbst- und Fremdeinschätzungen, (k) Merkmale des Feedbackprozesses und (l) weitere Aspekte nach Abschluss des AC.

Vorwort Tagungsband

Liebe Kolleginnen, Kollegen und Freunde, ich freue mich, dass Sie alle nach Maastricht gekommen sind, um an der 15. EAWOP-Konferenz teilzunehmen. Organisiert wird diese Konferenz von den niederländischen Mitgliedern der EAWOP (NIP-A&O und WAOP). Gemeinsam mit der Universität Maastricht haben sie ein lokales Team gebildet, das mit viel Einsatz und Enthusiasmus ein interessantes Konferenzprogramm entwickelt hat.

Diese Konferenz ist die fünfzehnte in dieser Reihe. Was 1983 in Nijmegen (Niederlande) als „North-West European Conference on W&O Psychology“ begann, wurde 1985 in Aachen (Deutschland) zur „Western European Conference on Work and Organizational Psychology“. Nach der Aachener Konferenz wurde beschlossen, die Veranstaltung im Zweijahresrhythmus durchzuführen; die Zusätze „North-West“ und „West“ entfielen. Seit der Gründung der EAWOP ist die Reihe allgemein als „EAWOP Conference“ bekannt.

Die Organisatoren haben intensiv daran gearbeitet, ein ansprechendes Programm zu gestalten, das sowohl für Praktiker als auch für Wissenschaftler viel zu bieten hat. Im Sinne der Mission der EAWOP wird die Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis eines der zentralen Ziele dieser Konferenz sein. Zudem folgt die Konferenz einer thematischen Struktur. Wir haben mehr als 1500 Beiträge eingeplant – Symposien, Vorträge, Poster und interaktive Postersessions aus der ganzen Welt. Etwa 50 Länder sind durch Teilnehmende vertreten. Es dürfte also für jede und jeden etwas dabei sein.

Darüber hinaus ist eine Konferenzfeier an einem außergewöhnlichen Ort geplant: den Höhlen der „Caverne de Geulhem“, um die Stimmung zu heben und zu zeigen, dass Arbeits- und Organisationspsychologie auch Spaß machen kann.

Wie Sie sehen werden, ist Maastricht eine sehr schöne Stadt mit historischem Stadtkern und vielen Orten, an denen man sich nach einem langen Konferenztag erholen oder in angenehmer Atmosphäre Freunde treffen kann. Und bei einem Besuch in Maastricht stellt man fest, dass die Niederlande doch nicht ganz so flach sind, wie viele glauben.

Ich wünsche Ihnen daher eine gute Zeit auf der Konferenz und einen angenehmen Aufenthalt in Maastricht.

Im Namen der Organisatoren,
Fred Zijlstra

Quellenangabe

Krause, D. E., & Rossberger, R. J. (2011, April). Assessment centers in South Africa. European Association of Work and Organizational Psychology, Maastricht, Niederlande.