Measuring intrinsic and extrinsic motivation: Evidence and suggestions regarding the Work Preference Inventory.
Konferenz: European Association of Work and Organizational Psychology, Maastricht, Niederlande.


Abstrakt Beitrag
Der Work Preference Inventory (WPI; Amabile, Hill, Hennessey & Tighe, 1994) ist ein dreißig Items umfassendes Inventar, das Arbeitsmotivation misst, insbesondere Komponenten intrinsischer und extrinsischer Motivation. Konfirmatorische Faktorenanalysen stützen zwei Facetten intrinsischer Motivation (Freude und Herausforderung) sowie zwei Faktoren extrinsischer Motivation (Außenorientierung und Kompensation). Das viel zitierte WPI wurde in Studien in den USA, Kanada und China verwendet und überprüft. Dabei kamen sowohl Studierenden- als auch Beschäftigtenstichproben zum Einsatz. Bislang existiert jedoch keine empirische Studie, die das WPI in deutschsprachigen Regionen verwendet. Daher besteht das Ziel der vorliegenden Untersuchung darin, die Faktorstruktur einer übersetzten Version des WPI zu analysieren.
Wir untersuchen diese Frage anhand einer Stichprobe von N = 354 deutschen Studierenden. Die Ergebnisse sind mit den Befunden der Originalstudie sowie mit Resultaten anderer internationaler Studien vergleichbar und stützen die oben genannte Vier-Faktoren-Lösung. Allerdings deuten die Modellfit-Indizes darauf hin, dass Anpassungen empfehlenswert sind, wenn das Inventar in Deutschland eingesetzt wird. Strukturgleichungsanalysen zeigen, dass eine Neuzuweisung einzelner Items den allgemeinen Modellfit verbessern kann.
Auf Grundlage der Ergebnisse früherer Studien, in denen das WPI in verschiedenen Ländern eingesetzt wurde, argumentieren wir, dass ein unreflektierter Einsatz des WPI vermutlich zu ungenauen Ergebnissen führt. Wir interpretieren die Befunde vor dem Hintergrund kultureller Faktoren, die die Interpretation der Items beeinflussen könnten. Kulturelle Werte müssen berücksichtigt werden, wenn das WPI in unterschiedlichen Ländern angewendet wird.
Diese Studie bietet daher nicht nur eine deutsche Version des WPI, sondern auch eine Grundlage für Diskussionen und Empfehlungen zur angemessenen kulturellen Anpassung. Somit werden Führungskräften und HR-Verantwortlichen, die in interkulturellen Kontexten arbeiten, Hinweise für kulturell angemessene Anpassungen dieses bekannten Inventars bereitgestellt.
Über die Konferenz
Liebe Kolleginnen, Kollegen und Freunde, ich freue mich, dass Sie alle nach Maastricht gekommen sind, um an der 15. EAWOP-Konferenz teilzunehmen. Organisiert wird diese Konferenz von den niederländischen Mitgliedern der EAWOP (NIP-A&O und WAOP). Gemeinsam mit der Universität Maastricht haben sie ein lokales Team gebildet, das mit viel Einsatz und Enthusiasmus ein interessantes Konferenzprogramm entwickelt hat.
Diese Konferenz ist die fünfzehnte in dieser Reihe. Was 1983 in Nijmegen (Niederlande) als „North-West European Conference on W&O Psychology“ begann, wurde 1985 in Aachen (Deutschland) zur „Western European Conference on Work and Organizational Psychology“. Nach der Aachener Konferenz wurde beschlossen, die Veranstaltung im Zweijahresrhythmus durchzuführen; die Zusätze „North-West“ und „West“ entfielen. Seit der Gründung der EAWOP ist die Reihe allgemein als „EAWOP Conference“ bekannt.
Die Organisatoren haben intensiv daran gearbeitet, ein ansprechendes Programm zu gestalten, das sowohl für Praktiker als auch für Wissenschaftler viel zu bieten hat. Im Sinne der Mission der EAWOP wird die Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis eines der zentralen Ziele dieser Konferenz sein. Zudem folgt die Konferenz einer thematischen Struktur. Wir haben mehr als 1500 Beiträge eingeplant – Symposien, Vorträge, Poster und interaktive Postersessions aus der ganzen Welt. Etwa 50 Länder sind durch Teilnehmende vertreten. Es dürfte also für jede und jeden etwas dabei sein.
Darüber hinaus ist eine Konferenzfeier an einem außergewöhnlichen Ort geplant: den Höhlen der „Caverne de Geulhem“, um die Stimmung zu heben und zu zeigen, dass Arbeits- und Organisationspsychologie auch Spaß machen kann.
Wie Sie sehen werden, ist Maastricht eine sehr schöne Stadt mit historischem Stadtkern und vielen Orten, an denen man sich nach einem langen Konferenztag erholen oder in angenehmer Atmosphäre Freunde treffen kann. Und bei einem Besuch in Maastricht stellt man fest, dass die Niederlande doch nicht ganz so flach sind, wie viele glauben.
Ich wünsche Ihnen daher eine gute Zeit auf der Konferenz und einen angenehmen Aufenthalt in Maastricht.
Im Namen der Organisatoren,
Fred Zijlstra
Quellenangabe
Rossberger, R. J., Breitenecker, R., Schwarz, E., & Krause, D. E. (2011, May). Measuring intrinsic and extrinsic motivation: Evidence and suggestions regarding the Work Preference Inventory. European Association of Work and Organizational Psychology, Maastricht, Niederlande.
