Participative and team-oriented leadership, countries’ education level and national innovation: The mediating role of economic factors and national cultural practices

Conference of the European Academy of Work and Organizational Psychology (EAWOP), Münster

Abstrakt Beitrag

Diese Studie untersucht den Zusammenhang zwischen kulturell verankerten Führungsstilen, dem Bildungsniveau von Ländern und nationaler Innovationsfähigkeit. Unter Verwendung von Daten aus der GLOBE-Studie (House et al., 2004) und dem Global Innovation Index (INSEAD, 2011) wurden Daten aus 55 Ländern analysiert, um zu erforschen, wie partizipative und teamorientierte Führung – vermittelt durch nationale kulturelle Praktiken und wirtschaftliche Faktoren – mit Innovationsergebnissen zusammenhängen. Die Ergebnisse zeigen, dass Länder mit einer stärkeren Ausprägung partizipativer Führung tendenziell höhere Innovationsniveaus erreichen, während Länder, die teamorientierte Führung betonen, im Durchschnitt weniger innovativ sind. Die Analyse identifiziert Bildung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und nationale kulturelle Praktiken als zentrale mediierende Variablen. Bildung begünstigt partizipative Führungsorientierungen und trägt zu vorteilhaften wirtschaftlichen und politischen Bedingungen bei, die wiederum die nationale Innovationsfähigkeit erhöhen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung kultureller und kontextueller Bedingungen für die Wirksamkeit von Führung und legen nahe, dass Innovation Führungsverhalten erfordern kann, die nicht in allen Kulturen gleichermaßen geschätzt werden. Implikationen für Führungskräfteentwicklung, Bildungspolitik und interkulturelles Management werden diskutiert.

Über die Konferenz

Wir leben in einer Zeit radikaler und schneller Veränderungen, die unsere Arbeits- und Lebenswelt massiv beeinflussen. Die Globalisierung wirtschaftlicher Prozesse, die Digitalisierung und die zunehmende Verzahnung von Geschäfts- und sozialen Netzwerken, flexible Zusammenarbeit mit entfernten Partnern, demografische Veränderungen, finanzielle Turbulenzen und zunehmende klimatische Probleme sind nur einige Beispiele der tiefgreifenden Entwicklungen, die wir heute erleben. Neben Herausforderungen und Belastungen für einzelne Beschäftigte und Arbeitsorganisationen eröffnen diese Dynamiken auch Chancen für positive Veränderungen, Verbesserungen und kreative Weiterentwicklungen. Um diese Chancen jedoch zu realisieren, benötigen wir nicht nur fundiertes Wissen über diese Dynamiken und ihre zugrunde liegenden Prozesse, sondern auch Fantasie, Kreativität und den Mut, neue Lösungen umzusetzen.

Die Organisatoren der 16. EAWOP-Konferenz möchten eine inspirierende Plattform bieten, um neue Ideen und zukünftige Entwicklungen für Arbeitsorganisationen auszutauschen, zu diskutieren und zu gestalten – mit dem Ziel, sowohl die organisatorische Wirksamkeit als auch das Wachstum und die Gesundheit arbeitender Menschen zu fördern. Dabei reagieren wir als Arbeits- und Organisationspsychologen nicht nur auf externe Einflüsse wie technologische Entwicklungen, politische Entscheidungen oder wirtschaftliche Rationalitäten. Die Frage danach, wie wir morgen arbeiten wollen, unterstreicht unsere aktive Rolle bei der Gestaltung zukünftiger Arbeitsbedingungen.

Menschliche Bedürfnisse und Kognitionen sind ein zentraler Ausgangspunkt für technische Entwicklungen – sowohl auf der Ebene einzelner Aufgaben als auch bei der Gestaltung von Arbeitsabläufen in Organisationen. Transparenz und Fairness sind grundlegende Aspekte strategischer Entscheidungen von Führungskräften, Gewerkschaftsvertretern und politischen Entscheidungsträgern. Emotionen, arbeitsbezogene Werte und die Sorge um andere sind keine vernachlässigbaren Ausnahmen oder Ausdruck von Irrationalität, sondern wesentliche Elemente in einer umfassenden Modellierung wirtschaftlicher Prozesse.

Daher laden wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker der Arbeits- und Organisationspsychologie – ebenso wie angrenzender Disziplinen – herzlich ein, am 16. EAWOP-Kongress teilzunehmen und innovative sowie nachhaltige Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln, zu teilen und zu diskutieren – mit dem Ziel, eine zukünftige Welt zu schaffen, in der wir alle gerne arbeiten und leben.

Quellenangabe

Rossberger, R. J., & Krause, D. E. (2013, May). Participative and team-oriented leadership, countries’ education level and national innovation: The mediating role of economic factors and national cultural practices. Conference of the European Academy of Work and Organizational Psychology (EAWOP), Münster.